Michael Schrey wird vorzeitig VLN Meister 2016

Es ist vollbracht. Nach sieben Siegen in Folge reichte Michael Schrey beim achten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft ein dritter Platz, um den Gewinn der VLN Meisterschaft vorzeitig und endgültig perfekt zu machen. Für den 33-Jährigen aus Wallenhorst ist es der größte Erfolg seiner motorsportlichen Laufbahn.

„Ich kann mich nur recht herzlich bei der gesamten Mannschaft von Bonk Motorsport sowie bei meinem Teamkollegen Alexander Mies bedanken. Dieses Jahr war für uns einfach der absolute Wahnsinn. Nachdem es Mitte des Jahres durch unsere Siege sowohl mit dem Titelgewinn im BMW M235i Racing Cup als auch in der Gesamtmeisterschaft der VLN sehr gut aussah, haben wir auf diesen ganz speziellen Moment hingearbeitet. Dass wir bei Lauf acht schon vorzeitig den Sack zu machen können, ist umso schöner und nimmt uns den Druck für die letzten beiden Rennen“, so Schrey.

Doch der achte Lauf sollte Schrey und seinem Teamgefährten Mies alles abverlangen. So gut es bei den vergangenen sieben Rennen auch lief, umso schwieriger gestaltete sich dieses Wochenende. Schon im Zeittraining erlebte man teamintern die erste Schrecksekunde.
„Alex hatte leider im Qualifying einen Unfall im Streckenabschnitt Schwedenkreuz. Dabei wurde unser Fahrzeug stark beschädigt. Doch unserer Boxencrew von Bonk Motorsport ist das Kunststück gelungen mit einer hervorragenden Arbeit den BMW M235i Racing rechtzeitig für das Rennen wieder fit zu bekommen“, so Schrey.

Von der vierten Startposition übernahm zunächst Schreys Teamkollege Mies den ersten Stint. Doch auch im Rennen war das Glück dieses Mal nicht auf Seiten des Teams. So rückte der Rennsitz immer weiter nach hinten und sorgte dafür, dass Mies mit einem Nothalt im Adenauer Forst den Sitz neu einstellen musste. „Phasenweise hatte ich heute den Eindruck, dass nach unseren sieben Siegen jetzt das ganze Pech, was wir zuvor nicht hatten, in einem Rennen gebündelt zusammen kommt. Wir sind dadurch bis ans Ende unserer Klasse zurückgefallen“, beschreibt Schrey die Startphase. Doch mit einer tollen Aufholjagd vom letzten Platz aus, die Michael Schrey in seinen beiden Stints erfolgreich fortsetzen konnte, errang man am Ende des Tages schließlich den dritten Platz.

„Ich bin überglücklich, dass es trotz des schwierigen Beginns für uns letztlich gereicht hat. Selten zuvor habe ich mich so über einen dritten Platz gefreut, wie heute. Ich denke, dass es noch ein paar Tage braucht, um das Ganze zu realisieren. Jetzt wird erst einmal gefeiert, das haben wir uns alle verdient“, so Schrey.

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